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Zu den Ursachen von Algenbewuchs an Fassaden

Algen- und Pilze an Fassaden sind ein wachsendes Problem unserer Zeit. Die Ursache für einen Befall ist meist eine Kombination aus örtlichen und bauphysikalischen Gegeben­heiten.

An Gebäuden sind Algen- und Pilze oftmals schon mit bloßem Auge als farbige Bereiche auf der Ober­fläche zu erkennen – je nach Art grünlich bis bläulich schwarz.

Aber auch eine Rotfärbung ist meistens auf Algen- und Pilzbewuchs zurückzuführen.

Ist die Fassade einmal von kleinsten Sporen befallen, wachsen Algen und Pilze unaufhaltsam schnell bis sie sich auf der gesamten Fassade verteilt haben.

Spätestens dann lassen sie auch die schönsten Fassaden unansehnlich wirken.

Typische Schadensbilder an der Hausfassade

Der Befall mit Algen, Pilzen oder Flechten sorgt für unterschiedliche Schadensbilder an der Fassade. Aber auch Spechte hinterlassen ihre Spuren. Hier erklären wir die häufigsten Schadensbilder.

In vielen Fällen ist eine Fassade nicht gleichmäßig verschmutzt. Der Befall durch organisches Material wird beeinflusst von zahlreichen Faktoren – sowohl baulich, vom Verhalten der BewohnerInnen als auch von äußeren Faktoren wie Lage und Klima.

Man kennt die Schadensbilder als schwarze Flecken über den Fenstern oder als Punkte auf der Fassade. Was genau steckt dahinter und was ist die Ursache?

Ein weiteres Problem sind Löcher, die durch Spechte in in die WDVS-Fassade gehackt wurden. Das ist nicht nur unschön, sondern schadet der Fassade. Aber Achtung beim Schließen der Löcher! Es gibt strenge Gesetze zum Schutz der Tiere.

Warum wachsen Algen und Pilze an Fassaden?

Der Oberputz an gedämmten Fassaden wird wärme­technisch so stark vom Mauerwerk abgekoppelt. dass sich auf ihnen durch nächtliche Abkühlung der Oberfläche (Unterschreitung der Taupunkttemperatur) verstärkt Tauwasser bildet.

Dieses ausgeprägte Feuchtigkeitsbild begünstigt das Algenwachstum! Geringe oder keine Dachüber­stände in Verbindung mit Schlagregen. unter­stützen den Biozidbefall.

Sind Bäume und Sträucher für Fassaden ein Problem?

Bäume oder Sträucher sorgen durch ihren Schatten­wurf dafür. dass Fassaden an diesen Stellen schlechter auftrocknen können. Blumentöpfe oder Deko-Gegenstände sollten möglichst nicht direkt an die Fas­sade angrenzend platziert werden.

Die sogenannte Wetterseite ist bei den meisten Gebäuden am stärksten betroffen, da die Sonne an dieser Seite kaum für Wärme sorgt. Die Wetterseite bleibt somit länger feucht als die Übrigen.

Welche Faktoren begünstigen den Pilz- und Algenbefall?

Begünstigt wird der Algen- und Pilzbefall, wenn sich in unmittelbarer Umgebung der Fassade Gewässer, Feuchtbiotope, landwirtschaftlich genutzte Flächen, sowie Bäume und Sträucher befinden.

Hinzu kommt die Art der Fassadenoberfläche, die Jahres­durchschnittstemperatur oder auch die Sporenver­teilung durch Wind und Wetter.

Was sind die hellen Punkte oder Flecken an der Fassade?

Punkte auf der Fassade durch Tellerdübel

Der Befall mit Algen, Moosen oder Flechten wird dort begünstigt, wo eine gute Isolierung vorliegt. Während es früher in ungedämmten Gebäuden einen Rücktrocknungseffekt gab, wird die Außenfassade bei isolierten Gebäuden nicht mehr durch die Wärme im Gebäude getrocknet.

Eine Ausnahme bilden Tellerdübel. Sie werden verwendet, um die zusätzlich an der Außenwand angebrachten Dämmplatten zu fixieren. Wie der Name schon sagt haben sie eine tellerförmige Auflagefläche, um die Dämmplatten gut zu fixieren.

Die Tellerdübel wirken wie eine Wärmebrücke. Über sie gelangt Wärme aus dem Gebäude an die Fassade. Die Oberfläche trocknet an diesen Stellen schneller. Die fehlende Feuchtigkeit sorgt dafür, dass Algen, Moose und Flechten schlechte Bedingungen zum Wachsen vorfinden.

Darum bleibt die Fassade an diesen kreisrunden Stellen heller und bildet die typischen hellen Flecken.

Was sind die schwarzen Stellen über dem Fenster? Die Folgen der Kipplüftung.

Negativer Effekt der Kipplüftung

Kennen Sie diese schwarzen Verfärbungen direkt über den Fenstern? Diese werden durch Dauerkipp­lüftung gefördert. Bleibt das Fenster stets gekippt, strömt warme Luft nach außen und an der Fassade empor. Durch die warme Luft bildet sich direkt über dem Fenster vermehrt Kondenswasser.

Durch das erhöhte Feuchtangebot setzen sich Algen und Pilze an diesen Stellen besonders schnell und dicht fest. Meistens handelt es sich hierbei um Schimmelpilze.

In besonders schlimmen Fällen ist der Bereich oberhalb der Fenster schwarz. Es sieht aus wie nach einem Wohnungsbrand.

Was sind das für Löcher in der Hausfassade?

Spechte haben ihren natürlichen Lebensraum nicht nur im Grünen, sondern auch in Städten. Sie sind dabei anpassungsfähig, wenn es darum geht, einen Platz für die eigene Höhle zu finden. Sehr zum Leidwesen moderner Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) an den Hausfassaden. 

Die rauhe Oberfläche, das hohle Geräusch beim Hacken sowie das kuschelige Innenleben, das an die Konsistenz von Totholz erinnert – WDVS-Fassaden ähneln in diesen Punkten toten Bäumen und ziehen Spechte an. Das Ergebnis sind zahlreiche Löcher in den Fassaden, in denen Spechte sich eine Bruthöhle gehackt haben. Diese Höhlen werden auch gerne von anderen Vogelarten zum Brüten genutzt.

Die Löcher in der Fassade sind nicht nur optisch unschön. Sie beeinträchtigen die Dämmwirkung. Schlimmer noch: Durch sie kann Feuchtigkeit eindringen und Schäden an der Bausubstanz verursachen. Darum sollten Spechtlöcher schnell wieder verschlossen werden.

Aber Achtung! Alle europäischen Vogelarten sind geschützt. Das Schließen von Spechtlöchern muss unter strenger Einhaltung des Bundesnaturschutzgesetzes erfolgen. Darin heißt es in §44, dass es verboten ist, die geschützten Tiere zu töten und während der Fortpflanzungs- und Aufzuchtzeiten erheblich zu stören.

Wer bewohnte Höhlen schließt und damit Vögel tötet, handelt nicht nur moralisch fragwürdig, sondern vor allem gesetzlich verboten. Das Verschließen der Spechtlöcher ist dann ordnungswidrig und kann sehr teuer werden. Eine Ausnahmegenehmigung muss bei der Höheren Naturschutzbehörde beantragt werden. 

Im Rahmen der professionellen Fassadenreinigung bietet FassadenFix an, Spechtlöcher zu verschließen. Das macht Sinn, wenn wir einmal mit der Hebebühne an der Fassade arbeiten und an die betroffenen Stellen in großer Höhe herankommen.

Wir achten sehr streng darauf, dass wir Spechtlöcher nur außerhalb der gesetzlich geschützten Brutzeiten schließen. Zudem prüfen wir während unserer Arbeit ganz genau, ob eine Höhle noch bewohnt ist. Bewohnte Höhlen verschließen wir nicht und sind auch bei der Reinigung sehr vorsichtig. Darauf weisen wir alle unsere Auftraggeber hin und gewähren ihnen damit die rechtliche Sicherheit, dass keine Strafen auf sie zukommen.

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