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Helle Flecken an der Fassade: Was die kreisrunden Punkte bedeuten

FassadenFix® Redaktion4 Min. Lesezeit

Helle, kreisrunde Flecken an der Fassade markieren in den meisten Fällen die Tellerdübel, mit denen die Dämmplatten des Wärmedämmverbundsystems befestigt sind. Die Dübel wirken als Wärmebrücken: Dort trocknet die Fassade schneller ab, Algen, Moose und Flechten finden schlechte Wachstumsbedingungen — die Stellen bleiben hell, während die Umgebung nachdunkelt. Die Flecken zeigen also lediglich, wo die Fassade schneller abtrocknet — sichtbar werden sie erst, weil die übrige Fassade bewachsen ist.

Was sind die hellen Punkte oder Flecken an der Fassade?

Die hellen, kreisrunden Punkte an der Fassade sind in den meisten Fällen die Abdrücke der Tellerdübel. Tellerdübel werden verwendet, um die zusätzlich an der Außenwand angebrachten Dämmplatten zu fixieren — wie der Name schon sagt, haben sie eine tellerförmige Auflagefläche, die die Dämmplatten sicher hält.

Entscheidend ist ihre bauphysikalische Nebenwirkung: Die Tellerdübel wirken wie eine Wärmebrücke. Über sie gelangt Wärme aus dem Gebäude an die Fassade, und die Oberfläche trocknet an diesen Stellen schneller ab. Die fehlende Feuchtigkeit sorgt dafür, dass Algen, Moose und Flechten dort schlechte Bedingungen zum Wachsen vorfinden. Darum bleibt die Fassade an diesen kreisrunden Stellen heller und bildet die typischen hellen Flecken — während die umgebenden Flächen mit der Zeit nachdunkeln.

Der Hintergrund: Bei ungedämmten Gebäuden gab es früher einen Rücktrocknungseffekt — die Wärme im Gebäude trocknete die Außenfassade mit. Bei gedämmten Gebäuden wird die Oberfläche dagegen nicht mehr von innen getrocknet. Sie bleibt kühler und feuchter, und genau diese Feuchtigkeit begünstigt den Befall mit Algen, Moosen und Flechten. Warum gerade Wärmedämmverbundsysteme davon betroffen sind und wie sie sich schonend reinigen lassen, lesen Sie im Ratgeber WDVS-Fassade reinigen.

Fleckenbild erkennen: Welche Verfärbung bedeutet was?

Nicht jede Verfärbung an der Fassade hat dieselbe Ursache. Die folgende Übersicht ordnet die häufigsten Fleckenbilder ein:

FleckenbildTypische UrsacheWas es bedeutet
Helle, kreisrunde Punkte im regelmäßigen RasterTellerdübel wirken als Wärmebrücken — die Fassade trocknet dort schnellerDie hellen Stellen sind sauber geblieben; die umgebende Fläche ist von Algen und Pilzen bewachsen
Schwarze Stellen über den FensternDauerkipplüftung: Warme Luft strömt am gekippten Fenster aus, über dem Fenster bildet sich vermehrt KondenswasserErhöhtes Feuchteangebot — Algen und Pilze, meist Schimmelpilze, setzen sich dort besonders schnell und dicht fest
Grün-schwarzer Belag auf der WetterseiteAlgen- und Pilzbefall: Die Wetterseite bekommt kaum Sonne und bleibt länger feucht als die übrigen SeitenTypisches Bild an gedämmten Fassaden; unbehandelt breitet sich der Befall weiter aus
Schmutzfahnen unter FensterbänkenAblaufendes Regenwasser bei unzureichender Wasserableitung an FensterbänkenDas ablaufende Wasser hinterlässt Feuchtigkeit an der Fassade — unzureichende Wasserableitung an Fensterbänken verschärft das Problem

Warum Algen und Pilze überhaupt an Fassaden wachsen und welche Faktoren den Befall begünstigen — von der Wetterseite über Bäume und Sträucher bis zu Gewässern in der Umgebung —, erklärt ausführlich der Ratgeber Algen an der Fassade.

Muss man helle Flecken beseitigen?

Die hellen Flecken selbst zeigen lediglich, wo die Fassade schneller abtrocknet: Die Tellerdübel erfüllen ihre Aufgabe, und an den hellen Stellen ist die Fassade schlicht sauber geblieben. Beseitigen lässt sich das Fleckenbild trotzdem — allerdings nicht, indem man die hellen Stellen behandelt, sondern indem der Algen- und Pilzbewuchs auf den übrigen Flächen entfernt wird.

Genau das leistet eine professionelle Fassadenreinigung: Eine Reinigungslösung wird aufgetragen und anschließend mit sanftem Wasserdruck abgespült — ohne Hochdruck und mit maximal 60 °C Wassertemperatur, damit keine Schäden an der Fassade entstehen. Das Ergebnis ist ein gleichmäßiges, sauberes Fassadenbild, in dem die kreisrunden Punkte nicht mehr auffallen. Ein diffusionsoffener Langzeitschutz mit 5 Jahren Algenfreiheits-Garantie sichert das Ergebnis anschließend ab. Wie eine solche Reinigung Schritt für Schritt abläuft, zeigt die Übersicht Ablauf & Service.

Für Wohnungsunternehmen ist das Fleckenbild oft ein nützlicher Frühindikator: Wo helle Dübelabdrücke deutlich sichtbar werden, hat sich der Bewuchs auf der übrigen Fläche bereits ausgebreitet — denn erst der Kontrast zwischen sauberen und bewachsenen Stellen macht die Punkte sichtbar.

Häufige Fragen

Was sind die hellen Punkte oder Flecken an der Fassade?

Helle, kreisrunde Flecken markieren in der Regel die Tellerdübel, mit denen die Dämmplatten an der Außenwand fixiert sind. Die Dübel wirken wie Wärmebrücken: Über sie gelangt Wärme aus dem Gebäude an die Fassade, die Oberfläche trocknet an diesen Stellen schneller — Algen, Moose und Flechten finden dort schlechte Bedingungen zum Wachsen, die Stellen bleiben hell.

Sind helle Flecken an der Fassade ein Baumangel?

Nicht unbedingt. Die Tellerdübel erfüllen ihre Aufgabe, die Dämmplatten zu fixieren — die hellen Stellen zeigen lediglich, wo die Fassade schneller abtrocknet. Das eigentliche Thema ist der Algen- und Pilzbewuchs auf den übrigen Flächen, der das Fleckenbild überhaupt erst sichtbar macht.

Wie bekommt man ein gleichmäßiges Fassadenbild zurück?

Durch eine professionelle Fassadenreinigung: Dabei wird eine Reinigungslösung aufgetragen und anschließend mit sanftem Wasserdruck abgespült — ohne Hochdruck und mit maximal 60 °C Wassertemperatur. So wird der Bewuchs rund um die hellen Stellen entfernt, ohne die Fassade zu beschädigen.

Warum treten helle Flecken vor allem an gedämmten Fassaden auf?

Bei ungedämmten Gebäuden trocknete die Wärme aus dem Innenraum die Außenwand mit ab (Rücktrocknungseffekt). Bei gedämmten Fassaden entfällt dieser Effekt: Die Oberfläche bleibt kühl und feucht — gute Bedingungen für Algen und Pilze. Nur an den Tellerdübeln gelangt weiterhin Wärme nach außen, deshalb bleiben genau diese Stellen hell.

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