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Klinkerfassaden: Arten, Verarbeitung, Pflege und Vorteile – Ihr umfassender Leitfaden

Aktualisiert am FassadenFix® Redaktion2 Min. Lesezeit
Mitarbeiter reinigt die Fassade eines Wohnhauses mit Klinkersockel per Teleskoplanze

Klinkerfassaden sind eine ausgesprochen langlebige Lösung für Gebäudehüllen: Sie erreichen eine Lebensdauer von über 100 Jahren, bieten in zweischaliger Ausführung einen Schallschutz von bis zu 60 dB und kosten inklusive Verarbeitung 120–200 Euro pro Quadratmeter. Dieser Leitfaden zeigt, welche Klinkerarten es gibt, wie die fachgerechte Verarbeitung Schritt für Schritt gelingt, worauf es bei der Pflege ankommt — und stellt Vor- und Nachteile übersichtlich gegenüber.

Welche Arten von Klinker gibt es?

Klinker wird nach Materialbeschaffenheit, Form und Einsatzzweck unterschieden. Hier die wichtigsten Varianten:

  • Vollklinker: Massive, hochgebrannte Ziegel, extrem widerstandsfähig gegen Witterungseinflüsse.
  • Klinkerriemchen: Dünne Klinkerplatten für Sanierungen und leichtere Bauweisen.
  • Hochlochklinker: Mit Hohlräumen zur Gewichtseinsparung und besseren Wärmedämmung.
  • Sonderklinker: Individuelle Formen für architektonische Details.
  • Glattklinker vs. Strukturklinker: Glatt für moderne, minimalistische Designs, Struktur für rustikale Optik.

Verarbeitung von Klinkerfassaden: Schritt für Schritt

Die fachgerechte Verarbeitung ist entscheidend für die Langlebigkeit der Fassade:

  • Vorbereitung: Tragfähigkeit des Untergrunds prüfen, Wärmedämmung integrieren, ggf. Hinterlüftung einplanen.
  • Verlegung: Vollklinker werden mit Mörtel auf der Tragwand befestigt (typische Fugenbreite 10–15 mm), Klinkerriemchen mit Spezialkleber verklebt (Fugenbreite 5–10 mm).
  • Fugenmörtel und Farbgestaltung: Wahl zwischen Schlämmfugen (modern) oder Kellenfugen (rustikal).
  • Abschlussarbeiten: Reinigung der Fassade, optionale Imprägnierung gegen Algen und Schmutz.

Pflege von Klinkerfassaden: So bleibt die Optik erhalten

Klinkerfassaden sind pflegeleicht, benötigen aber gelegentliche Aufmerksamkeit:

  • Regelmäßige Reinigung: Wasser und Bürste gegen leichte Verschmutzungen, pH-neutrale Reiniger für hartnäckige Flecken.
  • Algen und Moos entfernen: Essigwasser oder spezielle Biozidreiniger anwenden.
  • Fugen überprüfen: Alle 2–3 Jahre auf Risse oder Ausbrüche kontrollieren und ggf. ausbessern.

Vor- und Nachteile von Klinkerfassaden

Vorteile:

  • Langlebigkeit: Über 100 Jahre Lebensdauer
  • Witterungsbeständigkeit: Schutz vor Frost, Regen und UV-Strahlung
  • Designvielfalt: Verschiedene Farben und Strukturen
  • Brandschutz: Klinker ist nicht brennbar
  • Ökologisch nachhaltig: Natürliche Rohstoffe, recycelbar

Nachteile:

  • Hohe Kosten: 120–200 Euro pro m² inkl. Verarbeitung
  • Gewicht: Belastung der Statik erfordert sorgfältige Planung
  • Aufwendige Verarbeitung: Fachbetriebe notwendig
  • Fugenrisiken: Bei schlechter Verarbeitung können Schäden auftreten

Häufige Fragen (FAQ)

Können Klinkerfassaden nachträglich gedämmt werden?

Eine Dämmung ist nachträglich möglich, meist wird dafür eine Einblasdämmung verwendet. Diese wird in die Hohlräume zwischen der tragenden Wand und der Klinkerschale eingebracht.

Wie stark ist die Schalldämmung von Klinkerwänden?

Zweischalige Klinkerwände erreichen einen Schallschutz von bis zu 60 dB.

Sind Klinker umweltfreundlich?

Ja, da sie aus natürlichem Ton bestehen und in energieeffizienten Brennverfahren hergestellt werden.

Was kostet eine Fassadenreinigung?

Die Kosten für eine Fassadenreinigung können Sie unserer Preisliste entnehmen. Sie hängen von der Größe der zu reinigenden Fläche ab.

Fazit: Eine nachhaltige und wertbeständige Wahl

Klinkerfassaden bieten eine überzeugende Kombination aus zeitloser Schönheit, extremer Widerstandsfähigkeit und nachhaltiger Bauweise. Trotz der höheren Investitionskosten überzeugen sie durch eine geringe Pflegeanforderung und eine außergewöhnlich lange Lebensdauer. Ob für Wohnhäuser, Gewerbebauten oder denkmalgeschützte Gebäude – Klinker bleibt eine ausgesprochen bewährte Fassadenlösung.

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